Wie Entrümpeln mein Leben verändert hat

Oder wie ich meinen roten Faden entdeckt habe.

Ich probierte alles Mögliche. Und Unmögliche.

Zu gut erinnere ich mich an diesen einen Montag Morgen. Ein arbeitsintensiver Tag mit Kundenkontakt lag vor mir und ich war recht aufgeregt davor. Es war mir wichtig, mich gut zu fühlen in meiner Haut. Und ich war ziemlich spät dran.

Als ich so vor dem Kleiderschrank stand und bereits leicht genervt und etwas hektisch alles Mögliche – und Unmögliche – anprobierte, fasste ich einen Entschluss: so kann’s nicht weitergehen. Hier muss ausgemistet werden!

Was ich dann erlebt habe, hat nicht nur meinen Kleiderschrank sondern mein ganzes Leben nachhaltig verändert.

Das ist kein Zustand mehr

Es gibt ja Menschen, die sind davon überzeugt, dass innere und äussere Ordnung in einem Zusammenhang stehen. Auf mich trifft das definitiv zu. Schliesslich hab‘ ich’s am eigenen Leib erlebt. Und zwar so richtig.

Schon seit Monaten vor besagtem Montag lag ich meinen Freunden nämlich jammernd in den Ohren: „Ich sollte endlich mal den Keller aufräumen. Da kommt man ja kaum mehr durch. Und finden tut man da drin schon gar nix mehr. Das ist einfach kein Zustand“, schimpfte ich.

Bewegte Kommoden

Und oben in der Wohnung? Da war’s bei uns immer recht gut aufgeräumt. Alles ordentlich, einigermassen übersichtlich. Ein Chaos hätte man das überhaupt nicht nennen können. Und doch: in den Schränken verbarg sich einiges – ja vieles – was da nicht mehr hingehörte. Und was sich über die Jahre so angesammelt hat.

Das Buch „Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert“ – oder die sogenannte KonMari-Methode – hat dann Bewegung in unsere Kommoden gebracht. Nach anfänglicher Skepsis hatte ich mir den Bestseller dann doch noch zugelegt. Eine – bescheiden ausgedrückt – gute Entscheidung, wie sich herausgestellt hat.

Sabina auf dem Zürichsee-Schiff

© www.pepshot.ch | Fotografin: Franziska Martin

Schönreden gilt nicht

Dass blosses Entrümpeln einen solch einschneidenden Effekt auf mein Leben haben kann, hätte ich nicht erwartet, als ich meinen ersten Schrank mit mulmigem Gefühl und einer grossen Portion Mut geöffnet habe.

Was darauf folgte, war viel Arbeit. Und etliche (Dutzende?) randvoll gefüllte Abfallsäcke. Ja, Entrümpeln ist anstrengend. Auch wenn’s – wie in diesem Fall – einer vorgegebenen und sehr hilfreichen Struktur folgt. Da gibt’s nichts Schönzureden. Ich habe geflucht, geseufzt, geklagt und sogar auch mal ein paar Tränen vergossen.

Alles ist einfacher geworden. Alles.

Und immer wieder habe ich mich auch gefreut, war erleichtert, begeistert, glücklich und froh. Und mit jedem geschafften Abschnitt wurde mein Leben leichter, entspannter und freier.

Und genau dieses Gefühl, diesen fast nicht zu beschreibenden Zauber der Einfachheit, der ist es, warum es sich gelohnt hat, diesen Weg zu gehen. Es ist alles – wirklich alles – einfacher und unkomplizierter geworden.

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2 Kommentare on “Wie Entrümpeln mein Leben verändert hat

  1. Liebe Sabina,
    was du übers entrümpeln und „zu Hause nicht mehr wohl fühlen, weil sich da zuviel angesammelt hat“, geschrieben hast, hat mir total aus der Seele gesprochen. Ich hab beim Lesen immer wieder gedacht: JA, Ja, Jaaaaaaaa……das trifft auf unser Zuhause auf jeden Fall zu!
    Ich bin letztens ausgeflippt, als Peti mit neuen Auflagen für die Gartenstühle nach Hause kam und hab mich hinterher gefragt: Wieso, ich so emotional reagiert hab? Und es war genau dieses Gefühl, in unserem Haus zu ersticken, an all „diesen wunderschönen Dingen“, die mein „Jäger und Sammler“ erbeutet hat 😉
    Ich wünsche dir eine sonnige, erholsame Zeit auf Malta.
    Lass dich umarmen Franziska

    • Liebe Franziska, wie schön, dass ich dich mit meinen Zeilen angesprochen habe! Geniesst den Sommer mit den neuen Kissen. Und vielleicht gibt’s ja welche aus den vergangenen Sommern, die euch nicht mehr so glücklich machen und die verabschiedet werden wollen 🙂 Herzlich, Sabina

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