"Ich will dieses Ohnmachtsgefühl nie wieder erleben!

Nie wieder! Ich hab's mir beim letzten Mal geschworen.

Lieber bleibe ich alleine."

Phuh... kennst du das auch?

Du hast einen wunderbaren Mann kennengelernt.

Ihr seid noch in dieser zarten Phase, wo alles ganz frisch ist. Du spürst, dass er anders ist, besonders ist. Und du hast irgendwo tief in dir drin so eine leise Ahnung, dass es diesmal tatsächlich der Richtige sein könnte.

Du traust dich kaum, deine leise Hoffnung laut auszusprechen - vor lauter Angst, dass es dann gleich wieder zerbrechen könnte.

Zu dünn ist das Eis noch.

Und zu nah deine schmerzlichen Erfahrungen aus der Vergangenheit.

Ihr schreibt euch also hin und her, trefft euch ab und zu, verbringt zauberhafte Momente miteinander... alles ist schön. Du schwebst im 7. Himmel.

Bis er sich plötzlich 3 Tage nicht meldet.

Das ist der Moment, wo du in eine echte Panik verfällst!

Das ist der Moment, wo in dir eine Falltüre geöffnet wird. Und plötzlich kommen in dir all die alten negativen Erfahrungen hoch, die du früher erlebt hast.

Du hasst es regelrecht, wie du nun wirst. Du bist ängstlich, wirst hektisch, beginnst dir 1001 Gedanken zu machen:

"Was hat das wohl zu bedeuten?

Woran liegt's, dass er sich nicht meldet?

Hat er Stress im Geschäft?

Ist er etwa doch verheiratet? Hat er nicht so komisch geguckt, als ich von der Hochzeit meiner Freundin erzählt habe?

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Aber nein, er ist doch ganz anders

- ich spür's doch. Oder doch nicht?

Auf dein Bauchgefühl kannst du dich schliesslich nicht mehr verlassen - kannst ja mal schauen, was beim letzten Mal dabei rausgekommen ist!, schimpfst du mit dir.

Habe ich was Falsches gesagt?

Hätte ich doch meine Klappe halten und nicht so ehrlich sein sollen beim letzten Treffen? Gehört er doch wieder zu den Feiglingen, die mit einer starken Frau wie mir nicht umgehen können?

Ah ich wusste es doch von Anfang an. Ich hätte ihm eben wieder das brave Weibchen geben sollen. Nett, lieb und angepasst.

Hätte ich mich doch bloss nicht drauf eingelassen.

Dann würd's mir jetzt nicht so besch...en gehen.

Ich muss sofort meine Freundin anrufen - sie hat immer gute Tipps."

Uaahhh... stop... halt.

Schütte das Kind nicht gleich mit dem Bad aus.

Probier's lieber mal mit einem Notfall-Kit, den du dir genau für solche Situationen kreierst.

Das Ziel?

Ohmmm... also ruhig bleiben, in deine Kraft kommen, weitermachen.

Und euch beiden und eurer sich anbahnenden Liebe eine faire Chance geben.

Wie schön wäre es doch, wenn du ihn einfach als den kennenlernst, der er ist. Und das Zauberhafte, was euch verbindet, nicht mit deinen früheren negativen Erfahrungen vermischt. Dass die Liebe sich möglichst rein entfalten darf.

Lass nicht zu, dass du überreagierst

und ihn mit Whatsapp oder Anrufen bombardierst oder du dich innerlich schon von ihm verabschiedest (so hab ich's immer gemacht), weil er sich mal nicht meldet.

Weil: Du weisst nämlich gar nix. Du hast nur die Tatsache, dass du 3 Tage nichts von ihm gehört hast. Mehr nicht.

Wenn du es nun schaffst,

dich in eine gute Balance zu bringen und deine Emotionen in einem realen Bereich zu halten, kommst du wieder in deine Kraft. Und aus dieser Position heraus - also wenn du ganz bei dir bist - kannst du dann entscheiden, was du tun oder lassen möchtest.

Macht es da nicht Sinn, dir einen Notfall-Kit zu beschaffen?

Stell dir ihn wie so ein kleines Köfferchen vor, das du für solche Panik-Momente bereithältst. Vielleicht sieht dein Kit ja ganz anders aus, ich zeig dir einfach mal, was in meinem drin ist:

1) Stop das Gedankenkarrussel

Es ist ganz wichtig, dass du aufhörst, dich ständig um ihn zu drehen mit deinen Gedanken.

Weil: es bringt dich nicht weiter. Im Gegenteil. Es zieht dich mehr runter. Und ja, ich weiss, es ist nicht immer einfach. Und manchmal leichter gesagt als getan. Aber ich empfehle dir trotzdem, es auszuprobieren.

Also, das erste, was du tun kannst ist:

Laut oder innerlich Stop sagen. Dann ist in deinem Kopf nämlich mal für einen kurzen Moment Ruhe. Nimm jetzt ein paar tiefe Atemzüge.

2) Position verändern

Beweg dich - verändere deine Position. Wenn du gesessen bist, steh auf und mach ein paar Schritte. Oder geh eine kleine Runde um den Block. Oder setz dich in einen anderen Raum. Hauptsache du kommst raus aus der Starre.

3) Fokus verlagern

Jetzt sollte in deinem unruhigen Hirn etwas Platz und Raum und Ruhe entstanden sein. Falls nicht - mach Schritt 1 und 2 nochmals.

Und nun nutze diesen Moment, um dich bewusst und aktiv auf was anderes zu konzentrieren. Zum Beispiel:

3a) Etwas Gutes tun

Oder frag dich, womit du dir etwas Gutes tun kannst. Ganz unabhängig von jemand anderem.

Werde dir bewusst, was dir Freude macht. Mach dir eine kleine Liste für solche Notfälle. Schreib dir mindestens 5 Dinge auf, die dir Freude machen... und achte darauf, dass da auch Sachen drauf sind, die du alleine tun kannst (also niemanden dazu brauchst).

Hier ein paar Inspirationen: Eine Tasse Tee trinken (vielleicht hältst du dir einen besonderen Tee für solche Momente bereit), ein paar Yoga-Übungen, Singen, Tanzen, Lesen, Spazieren gehen

3b) Wildes Schreiben

Du kannst dich hinsetzen und schreiben. Und ich meine hier nicht ein sorgfältiges Tagebuch-Schreiben. Sondern ein ganz wildes, schnelles Ich-lasse-alles-los-Schreiben.

Schreib dir alles auf, was dir zur Situation mit ihm durch den Kopf geht. Deine Ängste, Sorgen, Nöte. Der ganze Stress.

Es geht nicht um schön und korrekt.

Hau alles raus, was dich plagt und bring's auf's Papier. Gib deine ganze aufgestaute Energie rein!

Das hat was Reinigendes, Befreiendes. Statt dass es ständig in deinem Kopf rumspukt, hast du's auf's Papier abgeladen. Lass es dann liegen oder klapp das Büchlein zu. Nicht mehr anschauen. Ruhen lassen.

Tief durchatmen, recken und strecken... und jetzt gönn dir was Nettes.

3c) Etwas anpacken

Frage dich: Was steht an? Was gibt's grad zu tun, wovor dich das ständige Gedankenkreisen eigentlich ablenkt?

Manchmal haben wir ja ein wichtiges Projekt auf dem Tisch und tun uns grad schwer, dranzubleiben. Sei da ehrlich mit dir selber und frage dich mutig: Wovon lenke ich mich mit dem Sorgen-machen ab, was mir eigentlich grad wirklich wichtig ist für mein Leben? Wie kann ich die Zeit nun bestmöglich für mich nutzen?

So, das ist nun dein Notfall-Kit.

War da etwas dabei, wo du Lust hast, es mal auszuprobieren? Oder hast du deine eigenen Strategien, die du dir zu einem Kit zusammenstellen möchtest?

Mein Tipp: Mach ihn dir schriftlich auf Papier und halte ihn griffbereit. Oder füttere ihn in dein Mobiltelefon.

Du kannst übrigens einfach mal im Trockenen üben,

damit du für den Ernstfall gewappnet bist 😊

Und dann wende ihn an. Aktiviere ihn so oft wie nötig. Und prüfe wie bei einer Hausapotheke regelmässig, ob alle Bestandteile noch up-to-date sind oder ob du zwischendurch mal was austauschen musst. 

Ich wünsche dir von Herzen viel Erfolg mit dem Umsetzen.

Ich hoffe, ich kann dich mit meinem Artikel unterstützen, dass du beim nächsten Mal ruhig und gelassen bleiben kannst und eure sich anbahnende Liebe die bestmögliche Chance bekommt.

Herzlich

Deine

 

PS:

Falls du erlebst, dass es dir mit dem Notfall-Kit einfach nicht richtig gelingen will, wieder in deine Mitte zu gelangen und du lange in schlechten Zuständen verharrst, kann es sein, dass dich frühere Erlebnisse emotional immer wieder triggern und du wie ferngesteuert immer wieder gleich reagierst. 

Hier lohnt es sich, dir Unterstützung zu holen, damit du nicht unnötig Energie verschwendest und oder an dir zu zweifeln beginnst.

In meinen Programmen lösen wir diese Begrenzungen auf, damit du innerlich frei wirst und es schaffst, einengende, störende Muster aufzulösen und zu durchbrechen. Und eine neue Erfahrung machen zu können.

Melde dich gerne, wenn du Näheres darüber wissen möchtest, wie ich dich unterstützen kann.

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