Gedankenverloren stehe ich am Herd

und rühre in der kleinen Pfanne. Dieser leicht nussige Duft... ah... jeden Morgen freue ich mich von neuem, wenn er mir in die Nase steigt. Herrlich... dieses kleine Ritual!

Fast meditativ irgendwie.

Es hat aber auch was Tröstliches, Fürsorgliches... lässt mich schon vor dem Essen geborgen fühlen. Mein Magen knurrt und freut sich auf was Warmes. So ein Porridge geniesst sich vorzüglich.

Porridge?

Du weisst schon:

Haferflocken mit Wasser (oder Milch) zu Brei kochen. In hübsches Schälchen füllen, Zimt und Zucker drübergeben (oder in meinem Fall Ahornsirup). Und mit Bananenscheiben oder Heidelbeeren garnieren. Sich im bequemen Sessel einmummeln, Löffel eintauchen und freuen.

Und der Bauch lächelt mit.

Und ja, für diejenigen, die mich schon etwas näher kennen: den Selleriesaft trinke ich noch immer vorher. Nach 2 Wochen Pause habe ich gemerkt, dass er mir und meinem Körper fehlt. Sprich: er tut mir gut!

Aber statt kühlem Smoothie hinterher

gibt's nun eben warmen Porridge. Für den Moment jedenfalls.

Heute geht's um's Essen. Um Nahrung. um Ernährung. Nein, nein, keine Angst, das wird kein epischer Artikel über die richtigste, beste, gesündeste oder sonstwie Ernährungsform.

Gott bewahre... viel zu heikel.

Sondern darüber, dass du für dich herausfindest, was dir kulinarisch gut tut.

Und wenn's dir gut tut, macht's dich glücklich.

Und wenn's dich glücklich macht, steigert es deine Lebensfreude. Und wenn du lebensfreudig bist, wirst du anziehend. Für deinen jetzigen oder für deinen zukünftigen Partner. Und das ist doch das, was du möchtest, oder?

Eine erfüllende Beziehung, die dich happy macht.

Lass uns mal bei dir reinschauen.

Und zwar grad am Morgen:

Was brauchst du, damit dein Tag so startet, wie du's gerne hättest? Welches Frühstück macht dich glücklich? Warm oder kalt? Süss oder salzig? Jeden Tag dasselbe oder immer was anderes? Was erdet dich? Was bringt dir Energie?

Oder isst du nix und fastest lieber?

Dieselben Fragen stell dir gerne auch für alle anderen Mahlzeiten.

Gerade jetzt in Zeiten des Home Office höre ich von vielen, dass sie es sehr geniessen, endlich mehr Zeit für's Essen zu haben. Mehr Musse, sich das zu Kochen, was Freude macht und - eben - gut tut.

Mein Vorschlag für dich:

Achte doch einfach mal die kommenden Tage drauf, wie sich's anfühlt mit dem Essen. Während dem Essen. Nach dem Essen.

Ist es gut? Mässig? Mittelmässig? Fantastisch?

Falls du dein Gespür für dich selber und das, was dir gut tut,

noch etwas stärker entwickeln möchtest, kannst du dir auch mal mit Skalafragen behelfen:

Auf einer Skala von 0 - 10:

  • Wie lecker fand ich's?
    (0 = der schnöde Eisberg-Salat ohne Sauce und Zubehör und 10 = die Tomatenspaghetti mit frischem Basilikum und einem Glas Rotwein)
  • Wie angenehm war's im Bauch?
    (0 = ich hab glaub einen Stein verschluckt und 10 = ich fühl mich wohlig satt)
  • Wie war meine Energie hinterher?
    (0 = mir fallen am Tisch schon die Augen zu und 10 = ich geh jetzt Tanzen)
  • Wie schön fand ich das Setting?
    (das Stück Käse im Stehen direkt aus dem Kühlschrank tendiert vermutlich gegen 0, das Candle Light-Dinner am Esstisch eher gegen 10. Aber das hängt natürlich ganz von deinem eigenen Empfinden ab, was du für stilvoll befindest.
    Ich hab mich hier mal wieder geoutet.

Aber ich glaube: You get the picture.

Hast du mittlerweile auch Hunger bekommen?

Also ich muss jetzt in die Küche. Vorbereiten für morgen. Morgen ist Samstag. Und Samstags gibt's Pancakes. Auch mit lecker Ahornsirup - ganz viel übrigens - und Bananenscheiben dazu. Auch warm. Auch gut. Sehr gut sogar.

Hat übrigens in allen Punkten ne klare 10.

Vorallem wenn wir auf der Terrasse essen, die Vögel zwitschern, die Sonne scheint und der Laubbläser des Nachbarn den Geist aufgegeben hat 😉

Abzug gibt's allerdings regelmässig:

Wenn mich das letzte Exemplar der locker-fluffigen Pancakes mal wieder so verführerisch anguckt... und ich seinem geflüsterten "iss mich... iss mich..." einfach nicht widerstehen kann. Dann gibt's bei Energie halt nur ne 6 (= ich leg mich glücklich-seufzend für ein halbes Stündchen auf's Sofa).

Aber hey, es ist ja Samstag, dann tut mir auch das gut.

Wenn ich da dran denke, wie ich mich früher mit komischen Ich-verzichte-auf-dieses-oder-jenes-Diäten rumgequält habe und dann den ganzen Tag ziemlich grummelig in der Wohnung rumgetigert bin, freut sich mein Liebster heute wie ein Honigkuchenpferd, wenn er mich nach den Pancakes grinsend auf dem Sofa lümmeln sieht.

Wenn das nicht beziehungsfördernd ist, weiss ich auch nicht weiter 😄

Zurück zu dir:

Weisst du, was dir in Sachen Kulinarik gut tut?

Welches ist dein 10-er Essen? Du hast noch keins? Hast du Lust, es herauszufinden? Egal ob du es als Single für dich selber kochst oder mit deinem Schatz:

Wie wär's, wenn du dir am Wochenende mal wieder dein Lieblings-Essen gönnst? So richtig mit allem Drum und Dran?

Und dann beobachte mal:

Was verändert sich dadurch an deinem Happiness-Faktor?

Bist du offener, zugänglicher, entspannter - glücklicher - dadurch, dass du dir etwas richtig Gutes getan hast? Geht's mit dem Glück vielleicht schon vorher los? Beim Planen, Einkaufen, Zubereiten?

Welchen Einfluss hat es auf deine Lebensfreude?

Zur Erinnerung, weshalb wir hier über's Essen reden, wenn's doch eigentlich um die Liebe geht:

Wenn's dir gut tut, macht's dich glücklich. Und wenn's dich glücklich macht, steigert es deine Lebensfreude. Und wenn du lebensfreudig bist, wirst du anziehend. Für deinen jetzigen oder für deinen zukünftigen Partner. Und das ist doch das, was du möchtest, oder?

Eine erfüllende Beziehung, die dich strahlen lässt.

Magst du mir verraten, was dein 10-er Menü ist?

Schick mir doch gerne ein Foto davon (Email oder Whatsapp) - ich würd mich riesig freuen!

Alles Liebe und guten Appetit

Deine

Ein Artikel aus der Serie Selbstfürsorge

Heute: "Was tut dir gut... beim Essen?"

Ich bin felsenfest davon überzeugt:

Für eine gelingende, harmonische Partnerschaft ist es wichtig, dass du bestens Bescheid weisst, was dir gut tut. Was du brauchst, um glücklich zu sein. Damit hältst du dich bei - hoffentlich - fröhlicher Laune und es muss es kein anderer für dich tun.

Es ist nämlich DEIN Job, liebevoll für dich zu sorgen 😄

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