Sessel auf Holzdeck mit Sicht auf's Wasser

Outdoor-Coaching: Am oder auf dem Wasser

Draussen ist auch schön. Oder sogar noch schöner.

Finden Sie es vielleicht auch leichter, Ihren Kopf frei zu bekommen, wenn Sie viel Raum und Weite haben? Wenn Sie vielleicht sogar in der Natur sind?

Coaching am See

Die Wellen plätschern gemütlich gegen die Quaimauer, ein paar Enten schwimmen vorbei. Unser Blick schweift zum Schiff, welches grad in stolzer Grösse vorbeigleitet. Ein verträumter Nachmittag. Und ein intensiver Nachmittag.

Schiffe und Boien auf dem Zürichsee. Im Hintergrund das Bergpanorama.

©Depositphotos | matteocozzi

Wir, das sind mein Klient und ich. Wir haben uns dazu entschlossen, den Coachingraum gegen eine stimmungsvolle Restaurant-Terrasse am See einzutauschen. Eine schöne Idee war‘s. Und spannend noch dazu. 

Heute ist es ernst

Es wird ein äusserst tiefgehender Austausch und schon bald sind wir total in das Thema des Klienten (Liebe und Partnerschaft) vertieft. Heute ist es sehr ernst: Seine ihn nicht mehr erfüllende Beziehung steht auf dem Spiel.

Mutig äussert der Klient seine Absicht,  mit seiner Partnerin ein Gespräch zu führen. Er kommt nicht mehr drum herum, ihr die Wahrheit - nämlich, dass er sie nicht mehr liebt - mitzuteilen. Nach vielen Monaten des Haderns, des Überlegens, Abwägens, etlichen schlaflosen Nächten und natürlich unzähligen Gesprächen mit seiner Freundin ist der Entschluss gereift, dieser langjährigen Beziehung ein Ende zu setzen.

Holzsessel am See, welcher von Bäumen umgeben ist

©Depositphotos | elenathewise

Eine schmerzliche Sache und wir halten einen Moment inne, um die Tragweite dieses Vorhabens nochmals in aller Tiefe zu erfassen.

Seite an Seite

Über 10 Jahre sind sie Seite an Seite durch's Leben gegangen, haben viele Höhen und Tiefen erlebt, die Welt bereist, haben zusammen gelacht, geweint. Aber in den letzten Jahren haben sich ihre Wege immer mehr auseinander entwickelt. Beide haben sich verändert. Wünsche und Lebensträume sind mittlerweile gänzlich unterschiedlich.

Immer wieder fragte er sich, wie es passiert ist, dass ihre einst so innige Liebe denn wirklich sterben konnte?

Kopfschütteln

"Wie hoch schätzen Sie Ihre Chancen ein, dass die Beziehung wiederbelebt werden könnte?" beantwortet er mit einem traurigen Kopfschütteln. Er hat bereits so vieles versucht, ist müde, resigniert, hat keine Kraft mehr. Zu verschieden sind sie geworden.

Holzsteg dem See entlang, im Hintergrund die Berge

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Sein Blick geht auf‘s Wasser hinaus und schweift in die Ferne. Er nimmt sich einen Moment Zeit. Sein Kopfschütteln weicht nach einigen Augenblicken einem zögerlichen Nicken, welches zunehmend stärker wird.

Die Entscheidung

"Ja, ich möchte mich definitiv trennen. Es tut mir sehr sehr weh, dass es ist, wie es ist. Sie ist eine wundervolle Frau und wir hatten eine tolle Zeit. Ich bin ihr dankbar für die Jahre, die sie mir geschenkt hat. Aber Tatsache ist, dass ich meine Freundin nicht mehr liebe und mir keine gemeinsame Zukunft mehr vorstellen kann.“ Seine Worte kommen jetzt ruhig, ernst und klar. Die Entscheidung ist gefallen

2 Sessel auf einem Holzsteg über dem Wasser

©Depositphotos | onepony

Schuldig?

Immer wieder hatte er schon früher mit dem Gedanken gespielt, sie zu verlassen. Aber die Sorge um sie, die zierliche, fast zerbrechlich-wirkende und sensible Frau, haben ihn diesen grossen Schritt nicht tun lassen. Kann sie ohne ihn weiterleben? Wird sie in ein tiefes Loch stürzen? Schon beim blossen Drandenken hatte er sich schuldig gefühlt. 

Mutig und stark

Heute wird ihm klar, dass seine Partnerin auch vor ihm als eigenständige Frau gelebt hat. Sie hatte ihr Leben bestens gemeistert. Er erinnert sich an ihre Erzählungen von einer Rucksack-Reise durch Australien. Nach dem Studium ist sie damals ganz allein für ein halbes Jahr unterwegs gewesen.

Der See hat gerade in diesem Moment des Erinnerns zusätzlich etwas Beruhigendes, Wohltuendes. 

Plötzlich fallen ihm noch mehr Situationen ein, aus welchen er erkennt, wie stark und mutig sie doch eigentlich ist. Und er wird ruhig. Ja, sie wird es schaffen. Auch ohne ihn. Klar. Natürlich. Nicht, dass es einfach sein wird nach so vielen Jahren des Zusammenseins. Auch nicht für ihn. Aber sie werden es beide schaffen. 

Fluss in den Bergen inmitten einer Baumlandschaft

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Trotz Trauer und Schmerz verspürt er ob dieser Erkenntnis einen gewissen Auftrieb, ja sogar eine Art von Lebendigkeit. Eine, die er auf diese Weise seit langem nicht mehr gespürt hat. 

Da muss ich wohl durch

Inzwischen nehmen wir kaum mehr war, wie Regenwolken aufziehen und sich langsam aber sicher ein Gewitter zusammenbraut. Nun überlegen wir uns nämlich sorgfältig, wann er das Gespräch mit ihr führen wird und was die nächsten Schritte sein werden. Die Trennung soll respektvoll und fair ablaufen. Das ist ihm ganz wichtig und ich unterstütze ihn sehr dabei.

„Nun muss ich da wohl durch“, seufzt er als Letztes, bevor er sich von mir verabschiedet. Er wird mir berichten, wie es gelaufen ist. Das haben wir miteinander abgemacht.

Das Gewitter ist nun tatsächlich aufgezogen aber die ersten Regentropfen fallen zum Glück erst, als ich im Zug nach Hause sitze. 

Zürichsee-Schiffe am Steg Bürkliplatz

©Depositphotos |photogearch

Die kleine Runde

Beim nächsten Mal, diesmal treffen wir uns bereits in 2 Wochen wieder, werden wir mit dem Schiff eine kleine Rundfahrt machen, das haben wir schon vereinbart. Dieses langsame Fliessen ist der passende Rahmen für weitere Schritte in seine neue Zukunft. Bei schönem Wetter natürlich auf dem Deck, bei Regen gemütlich drin.

Neue Wege

Coaching in der Natur kann uns unterstützen, unsere inneren Grenzen zu öffnen. Es fällt uns leichter, eingefahrene Pfade aus der Distanz zu betrachten und neue Wege anzudenken.

Sessel auf Holzdeck mit Sicht auf's Wasser

©Depositphotos | thongseedary

Auch für Sie?

Falls Sie Ihr Coachinggespräch auch gerne am oder auf dem Wasser führen möchten, sprechen Sie mich einfach drauf an. 

Ich bin schon neugierig!

Ein paar Links zur Inspiration:

Restaurant Fischstube, Zürich

Restaurant L'O, Horgen

Zürichsee-Schiffahrt

Sie wären lieber im Park? Hier finden Sie meinen Artikel zum Coaching im Gehen.

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