Sweet christmas dreams

Lichterketten, Märli-Tram & Co.

Alle Jahre wieder werde ich so ungefähr Ende November von romantischen Gefühlen übermannt. Und zwar spätestens dann, wenn die bevorstehenden Festtage durch verschiedene „Zeichen“ angekündigt werden:

Um uns herum werden an einem sonnigen Spätherbst-Sonntag fleissig Sterne in Fenster gehängt, Bäume mit Lichterketten umringt, Zeitschaltuhren programmiert, Laternen aufgestellt. In den öffentlichen Verkehrsmitteln machen bunte Plakate auf Xmas-Shows, Christmas-Konzerte und rauschende Sylvesterpartys gluschtig.
Die Zeit der Outdoor-Fondue, Märli-Tram oder Heisser-Stein-Schiffahrten ist angebrochen. Man kann Kerzen ziehen, den singenden Weihnachtsbaum bewundern oder beim Floristen in die Weihnachtsausstellung eintauchen.

Es dauert noch ewig

Jedes Jahr denke ich dann: „Ach, so früh schon! Es geht doch noch ewig bis Weihnachten.“ Na ja, ewig ist es wohl nicht. 4 Wochen sind es. 4 Wochen, die jedes Jahr besonders sind für mich. 4 Wochen, in denen meine romantische Ader ganz deutlich hervorbricht:

So stelle ich mir das vor

Wir könnten doch mal einen dieser herrlichen Weihnachtsmärkte besuchen gehen. Vielleicht mal nach Salzburg oder Colmar fahren? So ein Wochenende in einer Stadt wäre doch die richtige Einstimmung auf die Feiertage.

Durch die Marktstände bummeln, Glühwein trinken, die Mütze tief über die Ohren ziehen, die Schneeflocken im Gesicht, eine leckere, lokale Spezialität knabbern, kleine Geschenke kaufen. Dazu lauter glückliche Menschen um einen herum und dieses süsse Gefühl von Kindheitserinnerungen und die Vorfreude auf stimmungsvolle Weihnachtstage im Kreise der Familie (bei einem tollen 5-Gang-Menü, 10 Sorten Weihnachtsguetzli und einem Berg voller bunt-verpackter Geschenke unter dem üppig geschmückten Baum natürlich).

Weihnachts-Szene: Baum, Kamin und Geschenke

©Depositphotos | alenkasm

Vielleicht klappt’s nächstes Jahr?

Ja, ich bekenne, manchmal übermannt es mich. Habe ich zuviele Zeitschriften gelesen? Zuviele Filme gesehen? Keine Ahnung, woran es liegt. Aber fest steht: Alle Jahre wieder erlebe ich diesen Anflug von kindlich-romantischen Sehnsüchten. Dass sie nicht ganz der Realität entsprechen, ist mir klar.

Trotzdem kommt der Gedanke, dass es dieses Mal vielleicht doch wird wie im Bilderbuch? Die Hoffnung will ich noch nicht so richtig aufgeben. Und wenn es dieses Jahr mit dem perfekten Traum nicht hinhaut, dann doch ganz bestimmt an der nächsten Weihnacht, nicht?

Prosecco und Jingle Bells

Also nächsten Sonntag werde ich mich jedenfalls in die Küche stellen und Guetzli backen. Dazu gibt’s Gospelmusik, einen Prosecco und viele flackernde Kerzen in der Wohnung. Der Duft von Zimt und Anis wird durch das Haus ziehen und draussen tanzen die Schneeflocken.

Abends stapfen wir in dicken Stiefeln durch den klirrenden Schnee über den Weihnachtsmarkt am Bellevue und wärmen unsere kalten Hände mit einer heissen Schokolade. In der Luft hängen die Klänge von „Jingle Bells“ und dick in meinen Schal eingemummelt, lächle ich meinem Liebsten zu.

Hach… schon hat’s mich wieder erwischt. Aber schön wär’s doch schon, oder nicht?

Welcher Weihnachtstyp sind Sie?

Kennen Sie sie auch, diese romantischen Gedanken? Oder stehen Sie eher auf der pragmatischen Seite? Vielleicht nehmen Sie sich eine Tasse Glühwein und schreiben mir Ihre Gedanken dazu? Ich würde mich freuen!

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